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Polizeichor Hannover — Berichte
Jubiläumskonzert am 25.11.2017
100 Jahre Polizeigesang in Hannover
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Ein Jubiläumskonzert besonderer Art stand in Hannover in der Planung. Das ganze Jahr 2017 hatte der Polizeichor Hannover ausersehen, zu einem Jubiläumsjahr zu machen.

Vor 100 Jahren, mitten im 1. Weltkrieg, gründete sich die „Liedertafel“ beim Polizeipräsidium in Hannover. Mutig in einer Zeit der Ungewissheit, was alles geschehen konnte. Dieses Datum wollten wir nicht verstreichen lassen, obgleich der 1971 gegründete Polizeichor nicht im unmittelbaren Anschluss an die - von den Nazis verbotene - Liedertafel anschließen konnte. Trotzdem ein denkwürdiges, bedenkenswertes Datum in der Geschichte Hannoverschen Polizeigesangs.

Im Großen Sendesaal des Norddeutschen Rundfunks, schon seit Jahren etabliert, startete das Konzert mit dem Sängergruß der Deutschen Polizei, verbindende Hymne aller bundesdeutschen Polizeichöre. Nach Begrüßung des Publikums durch Berthold Laib, 2. Vorsitzender, übernahm der Moderator des Abends Andreas Läpke, der wie alle Jahre launig und kompetent durchs Programm führte. Gesang- und musikalische Gäste waren in diesem Konzert der Polizeichor Detmold, Leitung Irina Stein und das Polizeiorchester Niedersachsen, Leitung Thomas Boger. Das Vokale Einsatzkommando - Gemischter Chor der Polizei Hannover (VEK) verstärkte den Polizeichor Hannover besonders durch die Frauenstimmen seiner Gruppe.

Foto - Jubiläumskonzert - 100 Jahre Polizeigesang in Hannover - NDR Funkhaus

Ein breitgefächertes Programm erklang nun im Auditorium am Maschsee, der guten Stube für Konzerte überhaupt. „Die Lustige Witwe“ war der erste Beitrag des Orchesters, welches das Publikum mit viel Beifall honorierte. War das Konzert zeitbedingt auch kein Adventskonzert, erklangen doch religionsbedachte Lieder an diesem Abend. Zunächst  „Lobt den Herrn der Welt“ (Jeremiah Clarke) und der Priesterchor aus der Zauberflöte „O Isis und Osiris“ (W. A. Mozart), gesungen und gespielt von beiden Chören und vom Orchester.

Der Polizeichor Detmold präsentierte nun drei Lieder: „Freunde, vernehmet die Geschichte“ aus der Oper „Der Postillon von Lonjumeau“ (Adolphe Adam), „Leichtes Blut“ (Johann Strauß) und „Für die Wunder dieser Welt“ (John Rutter). Es folgte ein Orchesterbeitrag mit einem Orchestersolisten am Euphonium: „The Flower of Magherally“ (trad. Irisch, arr. von M. McGlynn/C. Day).

Vor der Pause hörte das Publikum noch einmal aus der Zauberflöte von Mozart „Heil sei euch Geweihten“ (Schlusschor), gesungen/gespielt vom Polizeichor Hannover, dem Vokalen Einsatzkommando und dem Polizeiorchester Niedersachsen.

Mit dem Beginn der zweiten Hälfte des Konzerts kam das Orchester mit „Between the Two Rivers“ (Philip Sparke) in Aktion, ein Musikstück mit weihnachtlich bekanntem Psalm unterlegt. Aus der Oper „Die lustigen Weiber von Windsor“ erklang „O süßer Mond“ (O. Nicolai), dargeboten vom VEK, Polizeichor und Orchester. „Ich bete an die Macht der Liebe“, „Santa Maria“ und „Träume von der Moldau“ sangen jetzt der Polizeichor Detmold und der Polizeichor Hannover. „Pomp and Circumstance – Marsch Nr. 1“, das große Vorbild britischer Orchester- und Gesangsdarbietungen, brachte das Publikum in Bewegung nach allen Regeln musikalischen Könnens, welches unsere Chorleiterin Diliana Michaeloff zeigte.

Dankesworte an Besucher und alle Mitwirkenden durch Berthold Laib, 2. Vorsitzender, vor dem letzten Beitrag aller Sängerinnen und Sänger sowie des Orchesters ließen das Jubiläumskonzert anlässlich des Gründungsjahres der Liedertafel wunderschön ausklingen. Tradition und Zukunft gehören zusammen. Ohne Tradtions-(ge)denken kann Zukunft nicht gelingen.

Alfred Nowitzki